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Beschreibung
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Nach einigen Monaten Planungs- und Experimentierphase haben wir die bestmögliche Heizeinrichtung für die Wurfkiste gefunden. Hierbei handelt es sich um eine Flächenheizung, die zwischen einem doppelten Boden in die Wurfkiste eingebaut wird. Die Energieversorgung wird durch ein Steckernetzteil, das die im Tierbereich erforderliche Schutzkleinspannung liefert, gewährleistet. Die Temperatur auf dem Nistboden kann über die Spannung geregelt werden. Der Einstellungsbereich bewegt sich zwischen 3 V und 12 V Gleichspannung und kann in 1,5 V –schritten an einem Wahlschalter am Netzteil eingetellt werden.
Die Heizleistung der Flächenheizung ist so gewählt, das ein verbrühen oder überhitzen nicht möglich ist. Die erforderliche Heizleistung dieser Flächenheizung bewegt sich bei max. 8 W/h. Dies bedeutet bei einem Einsatz von 20 Tagen und einem KWh -preis von 0,15 Euro einen Verbrauch von 4 KWh und eine Kostenbelastung von 0,60 Euro pro Wurf, ein Preis der durchaus akzeptabel ist.
Das Zuleitungskabel zwischen Wurfkiste und Netzteil ist steckbar und wird durch einen bissfesten Schutzschlauch geführt. Dieser muss an der Buchtentür befestigt werden, um ein Nachziehen und Zerbeissen durch die Häsin zu verhindern.
Die Wurfboxen werden in kleinen Serien in Handarbeit aus wasserfesten,12 mm starken Siebdruckpatten gefertigt, was eine lange Lebensdauer verspricht.
Auch bei der Wahl der Deckel sind wir etwas andere Wege gegangen. Unsere Wurfkisten verfügen über einen Schiebedeckel. So kann auch bei geringer Buchtenhöhe eine Nestkontrolle durchgeführt werden, ohne die Wurfkiste aus der Bucht zu nehmen.
Die Wurfkiste wird 3 – 4 Tage vor dem Wurftermin in die Bucht der Häsin gestellt und angeschlossen. Hierbei st zu beachten, dass eine Ecke der Bucht ausgefüllt ist. Der Boden der Wurfkiste wird mit Hobelspänen bedeckt. Heu und Stroh werden in die Bucht der Häsin gegeben. Das Auspolstern der Wurfkiste mit Nistmaterial wird der Häsin überlassen. Eine tägliche Nestkontrolle wird empfohlen.
Der Einsatz der beheizbaren Wurfkiste bringt aber auch noch andere Vorteile mit sich:
Die Jungtiere brauchen für die Eigenwärmung auch bei starker Kälte keine Energie aufzubringen, und sind so frohwüchsiger. Selbst kleine Würfe oder Einzeltiere wurden mit dieser Kiste auch bei starker Kälte durchgebracht.
Bei der Testphase wurde auch beobachtet, dass das Alttier des öfteren die Wurfbox aufsuchte um sich zu wärmen. Hierbei wurde der Wurf zusätzlich gesäugt, die Jungtiere bekamen dann so „ihre Extraportion Milch“. Durch den Einsatz dieser Wurfkiste wurden viele Jungtiere vor dem Erfrieren bewahrt; also ein aktiver Tierschutz.
Nach der Vorstellung in der Öffentlichkeit im November 2002, und positiver Resonanz, kam nun das nächste Problem auf uns zu. Was macht ein Züchter mit einer Aussenstallanlage, welche nicht über einen Netzanschluss verfügt?
Auch hier können wir nach einigen Versuchen eine Lösung anbieten.
Durch den Einsatz von speziellen Heizplatten ist das Betreiben der Wurfkisten mit einer handelsüblichen 12 V Autobatterie möglich.
Die Heizung ist so ausgelegt, daß eine konstante Bodentemperatur von 20° bis 24° C vorhanden ist . Eine Temperaturregelung ist bei dieser Betriebsart nicht möglich. Die Heizleistung beträgt ca. 6 Watt/h.
Betreiben wir nun eine Wurfkiste mit einer Autobatterie die eine Kapazität von 63Ah hat,
so können wir bei einem Strom von 500 mA. die Heizung 126 Stunden ,also gut 5 Tage betreiben. Diese Werte sind natürlich rein rechnerisch und lassen sich in der Praxis nicht erreichen. Durch öfteres aufladen oder austauschen der Batterie ist ein störungsfreier Betrieb trotzdem möglich.
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